Hintergrund

Hintergrund

Gesellschaftlicher Hintergrund

Die Situation werdender Eltern in Deutschland ist derzeit durch innere Verunsicherung und die Suche nach äußerer Versicherung geprägt. Unsicherheit, Stress, Depression und Ängstlichkeit der Mutter beeinträchtigen die kindliche emotionale und kognitive Entwicklung und insbesondere die Bindungsentwicklung zwischen Mutter und Kind. Gleichzeitig beeinflussen sie den Geburtsverlauf und führen häufig zu Geburtstraumatisierungen von Eltern und Kindern. Oft unerkannt, kommen sie erst nach Wochen, Monaten oder Jahren durch unterschiedliche Symptome ans Licht. Da diese Erlebnisse die Mutter-Kind-Bindung und damit die Lebensgrundgefühle von Urvertrauen, Selbstwirksamkeit und Zugehörigkeit prägen ist eine Fürsorge für innere Sicherheit und Vertrauen während Schwangerschaft und Geburt bzw. das Erkennen und heilsame Begleiten von Geburtstraumatisierungen so früh wie möglich essentiell.

Eltern bedürfen der inneren Sicherheit und Vertrauen in ihre Gefühlsverbindung zu ihrem Körper und zu ihrem Kind und in ihre eigene Gebärfähigkeit. So können sie und ihre Kinder eine glückliche Geburt erleben und innere Gefühlssicherheit und Vertrauen an ihre Kinder weitergeben. Die Voraussetzung dafür ist eine vertrauensvoll in Verbindung gemeisterte eigene Geburt oder eine gute Begleitung während Schwangerschaft und Geburt, so dass Gefühlsverbindung und Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit wachsen können.

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Wirtschaftlicher Hintergrund

Die Ursache für psychische Erkrankungen in der Kindheit sind nachweislich ungünstige pränatale und perinatale Umstände und Ereignisse. Die Anzahl der stationär behandelten Kinder und Jugendlichen in der Psychiatrie und der Psychotherapie in Deutschland ist in den Jahren 2000 und 2010 von 29.949 Fällen auf 43.498 gestiegen. Die hohe Prävalenz psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter führt langfristig zu hohen sozialen Folgekosten. Dazu gehören Gesundheitsleistungen, schulische Misserfolge, fehlende Berufschancen, Arbeitslosigkeit, Heimaufenthalte und Inhaftierungen. Laut einer Studie von 2011 der Böckler Stiftung verursachten allein psychische Störungen im Jahr 2008 allein Behandlungskosten von knapp 29 Milliarden Euro. Dazu kommen die physischen Auswirkungen, die möglicherweise noch darüber liegen.


Wissenschaftlicher Hintergrund

Neueste Erkenntnisse aus, Epigenetik, Medizin und Psychologie eröffnen neue Chancen und Möglichkeiten für das Wohl unserer Kinder zu sorgen.

Über Umgebungs-induzierte epigenetische transgenerationale Vererbung werden physiologische Bedingungen sowie Gefühls-, Denk- und Handlungsmuster präkonzeptionell in Spermium und Eizelle epigenetisch gespeichert. Auf diese Weise finden sich auch verschiedene epigenetische Prägungen je nach Konzeptions- und Geburtsmodus und auch unterschiedliche pränatale Erlebnissen wirken sich verschieden auf die epigenetischen Prägungen aus. Die Chance liegt darin, dass epigenetische Prozesse reversibel sind und zu jedem Zeitpunkt mehr oder weniger zugänglich und beeinflussbar sind.

Medizinische Befunde dokumentieren die transgenerationale Weitergabe von Erkankungen sowie die Anfälligkeit für bestimmte Pathologien in Korrelation mit Konzeptions- und Geburtsmodus sowie pränatalen Umgebungsbedingungen und Erlebnissen.

Psychologische Dokumentationen beschreiben die Auswirkungen von Konzeptions- und Geburtserlebnissen und Erfahrungen während der Schwangerschaft. Dies betrifft insbesondere die Eltern-Kind-Bindung und die Grundgefühle von Urvertrauen, Zugehörigkeit und Selbstständigkeit.

Zu internationaler Forschung